Trude

 

14. Januar 2006

Hallo Frau Noll,
 
ich muss Sie voller Trauer informieren, dass ich Jule (Trude) heute von ihren Leiden erlöst habe. Die Maus ist vor ein paar Tagen fast komplett blind geworden und ist damit überhaupt nicht klar gekommen. Am Donnerstag waren wir noch beim Tierarzt und er hat es mir bestätigt. Dann der Dauerdurchfall die letzte Zeit und die Diabetes (hatte sie seit Herbst), dann der Krebs und die Arthrose und was sie noch so alles hatte. Sie war heute sehr schwach und durch die ständige Dunkelheit so verunsichert, dass sie nur noch in meinem Arm Sicherheit gespürt hat. Da war klar, dass es heute sein muss. Es war unsagbar schwer, aber ich bin sicher für sie genau richtig entschieden zu haben.
 
Unendlich traurige Grüße
Claudia Grenz aus Essen
www.Hundehilfe-Ruhrgebiet.de

 

25. Oktober 2005

Hallo, hier ist die Jule.

 

Ich dachte, da ich ja heute meinen 13. Geburtstag feiere, diktiere ich zur Abwechslung mal was Frauchen schreiben soll. Ich hatte eigentlich gehofft, dass es heute was ganz besonderes zu Fressen gibt, aber das hab ich mir wohl selbst vermurkst. Im Moment fress ich beim Spaziergang nämlich manchmal heimlich Eicheln. Die vertrage ich aber nicht, muss dann brechen und bekomm Durchfall und Frauchen verabreicht dann Kamillentee und Zwieback. Tja, heute geht´s mir zwar schon wieder prima, aber extra Leckerchen sind noch gestrichen :-(( Frauchen war jetzt 14 Tage im Urlaub - egal, denn ich durfte zu Frauchens Mama, meine Oma, und da ist es echt klasse. Oma und Opa verwöhnen mich ohne Ende, schmusen ständig mit mir und lesen mir jeden Wunsch von den Augen ab. Die hab ich echt im Griff... :-)) Oma kommt übrigens auch gleich zum Geburtstags-Kaffeetrinken. Na ja, die Menschen tun das, vielleicht fällt da ja doch noch was besonderes für mich ab. Ach und noch was. Ich kann wieder ziemlich klasse hören, natürlich nur wenn ich will. Da Frauchen sich ja an einen tauben Hund gewöhnt hat, kann man manchmal so tun, als hätte man nicht mitbekommen, dass sie was will, dann klatscht sie in die Hände und, schon gut, ich hab´s ja mitgekriegt. Meine Knochen, speziell mein Rücken, pieksen mich auch manchmal. Ist aber nicht so schlimm, denn entweder gehen wir dann schwimmen oder wenn´s nötig ist, fährt Frauchen mit mir zum Tierarzt. Der ist super nett (da laufen fast nur Retriever rum - angeblich ein Spezialist) und die Spritze die ich dann kriege, merke ich fast gar nicht, hilft aber, so dass ich am nächsten Tag schon wieder mit meiner Frisbee-Scheibe spielen kann. Ansonsten geht´s mir aber absolut super. So, jetzt werd ich mal mein Mittagsschläfchen machen, damit ich fitt bin, wenn Oma kommt.

 

Bis bald und ganz liebe Grüße auch von Frauchen

Jule & Claudia G.

 

17. Mai 2005

 

Hallo Herr Thomsen,

 

sorry, dass ich erst heute schreibe, aber ich bin derzeit nicht unbedingt mehr täglich online. Vielen Dank für die Pfingstwünsche, ich hoffe, Sie hatten auch ein schönes Wochenende. Uns beiden geht es sehr gut. Jule ist unsere Knutschkugel und täglich liebe ich sie mehr. Das Hören hat sich ein bisschen verbessert, insbesondere wenn sie dicht bei mir ist. Ich hab ja trotz der Gehörlosigkeit immer ganz normal mit ihr gequatscht und deshalb fällt es gar nicht so sehr auf, aber in der letzten Zeit merke ich immer öfter, dass sie Verschiedenes wieder hören kann, wenngleich man nicht sagen kann, dass es so wie vorher ist. Aber egal. Der Tierarzt hatte gehofft, dass sich mit dem Abbau der Antibiotika das Gehör verbessert und das ist auch eingetreten. Vielleicht wird´s ja noch besser, aber wie gesagt, wir beide haben uns ohne Probleme darauf eingestellt und ihr scheint es überhaupt nichts aus zu machen. Anbei schicke ich Ihnen ein neues Foto von der Süssen. Da liegt sie auf ihrer Matratze neben meinem Bett und macht ein Schläfchen. Ich finde es klasse und hoffe, Sie können sehen wie gut es ihr geht. Nach wie vor unternehmen wir sehr viel zusammen und meine Bekannten und Freunde lassen es eh nicht mehr zu, dass ich alleine komme. Alle lieben Jule.... Ganz liebe Grüße, auch an Ihren Sohn und bis bald.


Claudia Grenz

 

P.S. Auch an Sie, liebe Frau Noll, ganz liebe Grüße (deshalb die Kopie mit dem süssen Foto auch an Sie)
 

13. März 2005

Hallo Herr Thomsen,
hallo Frau Noll,

 

da Sie lange nichts von uns gehört haben, wird es Zeit, Ihnen mal wieder das Neueste von Jule zu berichten. Vorab muss ich noch unbedingt loswerden, dass meine Maus das allerbeste ist, was mir je passiert ist. Sie ist eine Riesen-Zuckerschnute, die mein Leben in einer Art verändert hat, wie man es sich nicht vorstellen kann. Leider gab es vor ca. 7 Wochen mal wieder gesundheitliche Probleme. Jule bekam eine dicke Backe und das natürlich am Wochenende, wann auch sonst. Wir sind dann samstags zunächst zur Notärztin die ihr erstmal eine Schmerz- und eine Antibiotikaspritze verpasst hat. Sie vermutete eine Zahnentzündung, war sich aber nicht sicher. Am Montag sind wir dann sofort zu unserem Retriever-Tierarzt der eine Zahnwurzelvereiterung diagnostiziert hat. Aufgrund Jule´s Alter wollte er zunächst auch nur konservativ mit Antibiotika behandeln, in der Hoffnung um eine Operation umhin zu kommen. Die Behandlung schlug gut an, bis 1 Tag vor Beendigung der Behandlung Jule morgens wieder mit einer dicken Backe aufwachte. Die Schwellung unter dem linken Auge war tischtennisballgroß und das Auge fast ganz zugeschwollen. Also, ab ins Auto und sofort wieder zum Tierarzt. Der hat uns in der Tierklinik für den nächsten Tag angemeldet und so musste ich sie wieder den Ärzten dort überlassen. Am Nachmittag konnte ich die Maus abholen, sie schwankte und war noch halb in Narkose, aber ich hatte sie auf meinem Arm. Das Gespräch mit den Ärzten ergab, dass sie ihr insgesamt 4 Zähne ziehen mussten, den Rest des Gebisses haben sie sarniert und so müsste jetzt alles wieder gut werden. Zuhause hat sich die Süsse dann auf der Couch eingerollt und wollte stundenlang nur geschmust werden. Sie war natürlich noch ganz durch den Wind, aber was ich sofort gemerkt habe, sie hört nichts. Ich dachte, es ist noch eine OP-Nachwirkung und hoffte auf den nächsten Tag. Tests am nächsten Tag und auch an den folgenden ergaben, dass sie zwar lautes Klatschen in die Hände, sonst aber fast nichts hört. Unser Tierarzt tippte auf eine Durchblutungsstörung im Innenohr und verabreichte uns Tabletten die die Durchblutung fördern sollten. Es tat sich nichts. Nach 1 Woche hat er dann die Antibiotika gewechselt, da auch die Schwellung im Gesicht noch nicht ausreichend verschwunden war. Nun, mittlerweile 3 Wochen nach der OP, ist optisch alles wieder gut. Die Wunden sind klasse verheilt und die Entzündung ist auch bekämpft. Das Gehör ist ebenfalls ein bisschen besser geworden, wenngleich man nicht sagen kann, dass sie wieder gut hört. Allerdings ist es uns gelungen, eine andere Art der Kommunikation zu finden. Glücklicherweise war Jule immer ein Hund der sehr viel Blickkontakt beim Spaziergang gehalten hat, so dass sie auch jetzt problemlos ohne Leine unterwegs sein kann. Sichtzeichen die wir schon früher benutzt haben, werden nun verstärkt eingesetzt und ein Gehorsamstraining findet bei jedem Spaziergang statt. Alles in allem ist es also wieder einmal gut ausgegangen und auch Jule kommt mit der neuen Lebenssituation sehr gut klar. Sie ist absolut Ballverrückt, tobt und sprintet wie ein junger Hund und bewegt sich auch sonst noch immer wie ein kleiner Welpe. Auch wenn es immer noch Hoffnung gibt, dass sich das Gehör verbessert, so ist es uns im täglichen miteinander fast schon egal, denn sie ist und bleibt ja unsere Maus. Und hören und sich verstehen können, ist nunmal micht das Gleiche.


Ich Grüße Sie alle ganz herzlich aus dem regnerischen Ruhrgebiet, bis bald mal.

Claudia Grenz & Jule

 

19. September 2004

Hallo Herr Thomsen,
hallo Frau Noll,

 

leider gibt es mal schlechtere Nachrichten von Trude, die jetzt Jule heisst. Jule war in der letzten Woche ziemlich träge und schläfrig und irgendwie schlecht drauf. Sie lief nur sehr langsam, am liebsten aber gar nicht und war sehr desinteressiert. Zunächst schiebt man das ja dann auf ihr Alter, dann war es an manchen Tagen auch recht warm, so dass ich glaubte das Wetter sei schuld. Da sie immer wieder zwischendurch auch einen guten Tag hatte, war das zunächst für mich die logische Erklärung. Am Dienstag dieser Woche, gefiel mir ihr Zustand überhaupt nicht mehr, so dass wir zu unserem Tierarzt gefahren sind. Augenscheinlich war sie in Ordnung, hatte kein Fieber, keinen Ausfluss, normales Fress-und Trinkverhalten, das Röntgen ergab auch nichts und dann wurde Blut abgenommen und sofort analysiert. Resultat war, dass sie eine 6 mal so hohe Leukozythenanzahl hatte, die darauf hindeutete, dass sie eine schwere Entzündung hat. Das einzige Organ, das auf den Röntgenbildern nicht dargestellt werden konnte, war die Gebärmutter, die musste es also sein. Wir wurden dann sofort in die Tierklinik überwiesen, die haben sofort einen Bauchultraschall gemacht und die Diagnose dann bestätigt - dicke vereiterte Gebärmutter. Da war auch medikamentös nichts mehr zu machhen, so dass die alte Dame sofort in den OP musste. Am Abend konnte ich die Maus dann wieder abholen. Sie hatte alles prima überstanden, war natürlich noch wackelig auf den Beinen und ganz dösig, aber die OP war ohne Probleme gelaufen. Mittwoch und Donnerstag hat sie fast den ganzen Tag geschlafen, Freitag morgen strahlten mich dann wieder riesige, freudige Augen an und es ging ihr wieder gut. Nächste Woche Freitag können die Fäden gezogen werden, zwischendurch immer mal wieder zum Tierarzt zum nachschauen, aber die Wunde sieht prima aus und heilt gut ab. Jule ist schon wieder richtig fitt, man muss sie beim Spaziergang schon wieder zügeln, damit sie nicht zu übermütig wird. An der Wunde leckt sie auch nicht, so dass ich denke, wir haben das schlimmste überstanden. Man war das vielleicht ein Schreck, aber jetzt wird´s ja wieder. Ich grüße Sie alle und schicke auch Grüße von Jule.

Bis bald mal.

Claudia Grenz

 

21. Juli 2004

Hallo Herr Thomsen,

 

die zweite Nacht war ganz klasse. Trude hat tief und fest geschlummert und ist erst beim Wecker heute morgen aufgewacht. Durchfall ist erledigt. Heute morgen hat sie meine Freundin mit der Labrador Hündin kennengelernt. Die beiden haben sich auf Anhieb verstanden und sind ein tolles Team. Beide haben eine Riesenpfütze (Moorbad) gefunden und sich genüsslich reingelegt. Ein Bild für die Götter. 2 gelb/schwarze glückliche Hunde... Zuhause hab ich sie dann abgespritzt, dass war auch o.k. für sie, und jetzt macht sie ein Schläfchen. Unsere Familie hat sie gestern auch schon kennengelernt und sich in deren Herzen geschmust. Sie können also absolut unbesorgt sein, es geht ihr wirklich prima.

 

Viele Grüße
Claudia Grenz
Freunde der Tiere e.V.
www.Freunde-der-Tiere-eV.de
www.Tiere-in-Not.de