anderer Name: Ca de Bestiar
Der Ca de Bestiar, auch Mallorquinischer
Schäferhund genannt, ist Hund der Gehöfte und Herden der Balearen.
Ursprünglich ein Hütehund, wurde er allmählich zum Wach-
und Schutzhund der Höfe. Im 20. Jahrhundert verlor er aber immer mehr
an Bedeutung. Ab etwa 1970 änderte sich das, als er vermehrt Liebhaber
fand. 1975 wurde der erste Rassestandard festgelegt, in der Folge war er
auf Ausstellungen zu bewundern und erhielt 1992 seine FCI Anerkennung. Großer, bis 73 cm und
40 bis 50 kg schwerer Hirten- und Wachhund. Das Haar ist kurz, anliegend,
auf dem Rücken etwa 1,5 bis 3 cm lang, mit sehr feiner, auf der Haut
anliegender, dünner Unterwolle. Bei der langhaarigen Varietät
kann das Haar auf dem Rücken leicht gewellt sein und je nach Jahreszeit
etwas mehr als 7 cm Länge erreichen; die Unterwolle ist gut verteilt
und nicht dick, schwarz in unterschiedlichen Tönungen. Die Ohren stehen
leicht geknickt seitlich ab, sind vergleichsweise klein, dreieckig, dick
und hoch angesetzt. Diese leidenschaftlich mutige
und unabhängige Rasse sieht ziemlich derb aus, weil sie nie auf Schönheit
gezüchtet wurde. Sie ist unkompliziert, urtümlich und selbstlos,
geistig und körperlich gesund. Es ist zwar ungewöhnlich, dass
ein schwarzer Hund Hitze gut verträgt, aber diese Rasse hält
auch hohe Temperaturen aus - deswegen wurden einige Tiere nach Südamerika
exportiert, wo sie zum Schutz von privaten Anwesen eingesetzt werden. Weil
der Ca de Bestiar imstande ist, in großer Hitze zu arbeiten und sich
kaltem Wetter ein dickes Fell zuzulegen, ist er auch ein guter Kandidat
für die Kojotenbekämpfung auf nordamerikanischen Schaffarmen.
Im menschlichen Umgang ist er kein unproblematischer Hund, oft unleidlich
gegen Fremde und/oder gegen andere Hunde, seiner eigenen Menschen-Familie
aber treu ergeben; starker Schutztrieb.