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Unsere Erde ist ein wunderbarer Wohnplatz. Der Mensch darf König, aber kein Räuber sein. Es besteht ein enger, geheimnisvoller Zusammenhang aller Dinge in der ganzen Schöpfung. Die Menschen, die Tiere, die Bäume atmen dieselbe Luft, leben von derselben Sonne und ernähren sich von den Früchten derselben Mutter Erde. Jeder Anschlag auf die Natur ist ein Anschlag auf den Menschen selbst. Tiere mißhandeln, Tierarten ausrotten ist ein Verbrechen gegen den Menschen. Was heute mit Tieren geschieht, kann morgen auch mit Menschen geschehen. Wer das natürliche Gleichgewicht auf unserer Erde zerstört, macht aus unserem wunderbaren Wohnplatz eine dürre Wüste. Auch wenn die Tiere keine Worte haben, schreien sie doch in allen Sprachen nach ihren Rechten. 

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© Phil Bosmans (*1922), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller, »der moderne Franziskus« 

 

 

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„Reisekrankheiten“

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Leishmaniose

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Hautläsionen bei ausgebrochener Leishmaniose

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Häufige Fragen

Ist eine direkte Ansteckung möglich?

Leishmanien sind weder im Speichel, noch im Blut zu finden. Sie sind vorhanden in Hautläsionen und Lymphgefäßen. Eine Schürfwunde, in die Lymphe eines infizierten Hundes gelangt ist ein Risiko, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit derartig gering, dass sie eher auf einen sprichwörtlichen 6-er im Lotto hoffen dürfen. Es gibt keinerlei Übertragungsmöglichkeit über Hundespeichel, sprich Bißverletzungen! Was erwähnenswert ist: auf Grund der hohen Rate infizierter Sandmücken, die ja Menschen wie Tiere gleichermaßen stechen – ist die Durchseuchungsrate der Menschen in den betroffenen Gebieten vermutlich genauso hoch, wie die der Hunde – nur dass niemand auf die Idee kommt, Urlaubsreisende zu einem Bluttest zu bitten (das Resultat wäre allerdings aus wissenschaftlicher Sicht sicherlich sehr interessant). Warum keiner darüber nachdenkt? Eine Leishmanioseinfektion bleibt bei einem adulten Menschen i.d.R. inapparent. Lediglich Kleinkinder und immunschwache Menschen (HIV-infizierte) sind potentiell gefährdet. Bricht die Leishmaniose beim Menschen aus, ist sie mit Glucantime auszuheilen – warum dies geht, und mit den gleichen Medikamenten beim Hund nicht der Fall ist, können wir nicht beantworten.  

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Wie steckt man sich dann überhaupt an?

Immer noch ist der einzig nachgewiesene Weg die Infektion über die Sandmücke als Vektor (also Überträger), sprich ohne Sandmücke keine Infektion. Die Gefahr, dass ihr Kleinkind bei einer Urlaubsreise von einer infizierten Sandmücke, die z.B. in Spanien in Massen auftreten gestochen wird ist um ein vielfaches höher als irgendwo anders.

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Gibt es Sandmücken in Deutschland?

Die gibt es, Parasitologen haben vereinzelte Exemplare hier gefunden, jedoch sind dies Unterarten, bei denen eine Leishmanien-Übertragung nicht nachgewiesen ist.  Diese Arten als potentielle Überträger zu betrachten ist dem derzeitigen Stand der Wissenschaft nach reine Spekulation.

(Das Übergreifen der Sandmücken auf nördliche Lebensräume ist im übrigen ein Problem der globalen Erwärmung…und daran ist kein Tierschützer und schon gar kein Hund schuld – auch wenn dies irrtümlicherweise in manchen Texten glaubhaft gemacht werden möchte!)

Weitere Informationen:           Infoblatt-Leishmaniose

 

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Allopurinol – Medikament 1. Wahl

Allopurinol – Medikament 1. Wahl 

Wirkung auf  Leishmanien 

Störungen der Proteinsynthese der Leishmanien führt  zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Parasitenvermehrung. 
Eine Resistenzentwicklung bei Leishmanien gegen Allopurinol ist nicht bekannt

Warum Allopurinol

  • Gut verträgliche Alternative zu den (weniger gut verträglichen) Antimonpräparaten (Glucamin und Pentostam)

  • Nebenwirkungen sind beim Hund selten

  • orale Verabreichung möglich

  • niedrige Therapiekosten

Dosierung / Anwendung

Zunächst einige Wochen lang tägliche Applikation in Dosen von 20 mg/kg p.o. danach 10 mg/kg 1 x täglich.

In Kombination mit N-Methylglucamin bessere Resultate und eine kürzere Behandlungsdauer als N-Methylglucamin allein.

Rezidive nach jahrelanger Allopurinolverabreichung möglich. 

  • nach einer unterbrochenen Allopurinoltherapie ist die Wiederholung der Behandlung mit demselben Wirkstoff erfolgreich. 

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Gefährlicher Trugschluß: negativer Test = „Freifahrtsschein“

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Hunde, welche aus Spanien oder einem anderen gefährdeten Mittelmeer-Land einreisen, und über 6 Monate alt sind, werden vor Ort bereits einem Bluttest auf Leishmaniose-Antikörper unterzogen. 

Bei jüngeren Hunden ist dies i.d.R. nicht sinnvoll, da auf Grund der langsamen Immunantwort Antikörper noch nicht nachweisbar sind  (außer es handelt sich um eine transplazentare Infektion è selten). Egal wie der Test ausfällt, sie werden im Vorfeld einer Vermittlung über das Ergebnis informiert.  Um jede Wahrscheinlichkeit einer Infektion auszuschließen – denn auch die Labortest sind nicht 100% sicher, zudem gibt es die Möglichkeit, dass der Hund sich zwar infiziert hat, aber zum Zeitpunkt des Testes noch keine Antikörper gebildet wurden – empfehlen wir generell einen Labortest in Deutschland, ca. 6 Monate nach der Einreise – bei jungen, ungetesteten Welpen ist dies obligatorisch. Ebenso müssen Hunde, die dubios getestet wurden (d.h. Antikörper in geringer Anzahl lagen vor) in jedem Fall zur Kontrolle noch mindestens einmal nachgetestet werden. Der Test zum Zeitpunkt der Vermittlung kann nur eine Momentaufnahme darstellen – niemand kann für einen,  zum Zeitpunkt der Vermittlung negativ getesteten Hund, eine Garantie auf 100% Nicht- Erkrankung übernehmen.

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Tierschutzorganisationen, die damit werben nur negative (= in jedem Fall gesunde, sprich „leishmaniosefreie“ Hunde) zu vermitteln können dies nur dann gesichert nachweisen, wenn alle Hunde, zusätzlich zu einem wiederholten (!!) Blut-AK-Titer-Test ein Lymph- oder Knochenmarkspunktat ebenfalls keine positiven Ergebnisse brachte.)

Hinterfragen Sie!!!!!

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Ein negativer Test heißt lediglich: zu diesem Zeitpunkt konnten im Blut keine Antikörper nachgewiesen werden. Etwas anderes zu behaupten ist grob fahrlässig.

Ein Hund, der jemals in seinem Leben ein Land mit epidemischem Sandmückenvorkommen betreten hat ist stets als potentiell gefährdet zu betrachten – dass soll ganz sicher keine Angst machen, sondern verhindern, dass ein Hund jahrelang fehltherapiert wird, weil a) niemand mehr an die Leishmaniose denkt („er hatte ja einen negativen Test“) oder b) die Möglichkeit gar nicht in Betracht gezogen wird („Ja, wir waren vor 5 Jahren mit unserem Hund in Spanien im Urlaub….aber da kann doch nach so langer Zeit nichts passieren!“) 

Bei unklaren Krankheitssymptomen jeglicher Art, informieren sie ihren Tierarzt, dass ihr Hund aus einem südlichen Land stammt bzw. dort mit ihnen einen Urlaub verbracht hat, ganz gleich wie lange dies zurückliegt!
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Wir haben nur die Möglichkeit die Tiere bis zur Angabe nach besten Wissen und Gewissen jede medizinischen Versorgung zukommen zu lassen, die von Nöten ist um Krankheiten vorzubeugen (Impfungen, Entwurmungen,…), Krankheiten zu erkennen (regelmäßige Vorstellung beim Tierarzt, Leishmaniose-Test) und zu behandeln (im jedem auftretenden Krankheitsfall stets mit Tierärzten vor Ort oder hier in Deutschland)

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Babesiose (= Piroplasmose)

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Ehrlichiose

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Dirofilariose (= Herzwürmer)

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Hepatozoonose

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Weitere parasitäre Erkrankungen

 

Borreliose

Ein Bericht von Margrit Boelhauve, Recklinghausen, 
Cairn Terrier Zwinger Opportune Mate´s (VDH/KfT)  

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Erreger der Borreliose ist Borrelia Burgdorferi, ein Bakterium. Dieses Bakterium wird durch infizierte Zecken übertragen. Diese Zecke ist der "gemeiner Holzbock" (Ixodes ricinus), eine Zecke, die auch in Deutschland vorkommt. Daneben noch in Mittel-, Ost- und Nordeuropa, aber auch in Nordamerika und Australien. Die Zecken halten sich in Bodennähe bis ca. 80 cm Höhe auf, und nicht (wie meist berichtet) auf Bäumen. In Deutschland tragen ca.30% dieser Zeckenart den Borreliose-Erreger in sich. Durch Ixodes ricinus kann aber auch FSME (Frühsommer- Meningoencephalitis) in Deutschland übertragen werden (nur in bestimmten Regionen und die Zecken sind nicht so hoch infiziert, wie bei Borreliose. Karten mit FSME gefährdeten Gebieten erhalten sie bei Ihrem Arzt oder Tierarzt). Die Zecke hat einen typischen Lebensraum: Sie kommt vor allem in hohen Gräsern, lichten Wäldern und Büschen vor (sie sitzen dort auf Zweigen und Blättern). Zecken werden durch Vorbeistreifen an diesen Blättern/Zweigen auf die Kleidung/Haut/Fell befördert, sie fallen nicht vom Himmel (Bäumen). Die Übertragung von Borrelien ist durch infizierte Zecken vor allem im Frühjahr und Herbst möglich. Hunde und Menschen können an Borreliose erkranken (aber auch andere Tierarten). Wenn die Zecke in den ersten 24 Stunden nach Biß entdeckt und entfernt wurde (d.h. sie war noch nicht vollgesogen, sondern noch relativ klein), ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit Borreliose-Erregern relativ unwahrscheinlich. Es ist keine direkte Übertragung zwischen Hund und Hund, Mensch und Mensch, Hund und Mensch möglich. Als klinisches Bild ist meist eine Rötung um die Bißstelle in den ersten 1-3 Wochen beim Menschen sichtbar, beim Hund sind diese nicht beschrieben worden (oder auch nicht gesehen worden wegen pigmentierter Haut). Borreliose verursacht vor allem eine Erkrankung der Gelenke, des Nervensystem und des Herzens, es können aber auch Haut, Muskeln, Bänder betroffen sein (Hund und Mensch). In der ersten Phase der Erkrankung stehen meist nur Müdigkeit, Unwohlsein und ähnliche unspezifische Symptome im Vordergrund. Nervensymptome können nach ca. 2 Wochen bis 3 Monate auftreten, das Spätstadium kann Monate bis Jahre dauern (v.a. Mensch, hier meist Gelenkserkrankung). Der Zeckenbefall wird meist nicht in Zusammenhang mit der späteren Erkrankung gebracht, da der Biß schon länger zurückliegt und dadurch vergessen wurde. Dies ist vor allem problematisch, wenn der Biß vom Mensch nicht bemerkt wird. Beim Menschen zeigt sich die Erkrankung meist in der Frühphase durch die besagte Rötung um die Bißstelle (Bitte Arzt konsultieren), Fieber, Kopfschmerzen und Nachtschweiß. In der späteren Phase kann es zu Lymphschwellung, Gesichtslähmung, Arthritis und Herzmuskelentzündung kommen. In der Spätphase herrscht meist eine chronische Arthritis und eine Knochenentzündung vor. Diese Symptome können aber auch durch andere Ursachen bedingt sein, also bitte vom Hausarzt/Tierarzt genauer untersuchen lassen. Als Risikogruppe gelten Menschen, die viel im Freien sind (Jäger, Waldarbeiter, Spaziergänger, aber auch Kinder, die im Wald spielen). Hunde, die gerne im Wald toben und dabei viel durch hohes Gras oder Büsche laufen, sind auch gefährdet. Die erste Diagnose kann anhand der Symptome und dem Zeckenbiß gestellt werden (Biß kann auch länger zurückliegen), der Arzt/Tierarzt wird eine Blutprobe an ein Speziallabor schicken, die auf Borreliose untersuchen (Erreger und Antikörpernachweis). Bei frühzeitiger Erkennung kann eine Antibiotikagabe die Erkrankung heilen, ohne das bleibende Schäden zurück bleiben. Bei schon längerer Erkrankung kann eine Behandlung nur noch einer weiteren Verschlechterung der Symptome vorbeugen, Heilung ist i.d.R. nicht mehr möglich. Nach Erkrankung wird keine Immunität für längere Zeit aufgebaut, d.h. Ihr Hund ist im nächsten Frühjahr/Herbst wieder für Borreliose empfänglich (Mensch ebenso)! Deshalb sollten Sie der Prophylaxe besonderen Wert zuordnen:

  • Tragen Sie bei Spaziergängen in Waldgebieten geschlossene Kleidung, also lange 
    Kleidungsstücke, ein Hut nützt nichts gegen Zeckenbefall!

  • Einpudern oder Ähnliches (Zedernöl) verhindern kaum den Zeckenbefall. 

  • Hund und sich selber genau untersuchen nach jedem Waldspaziergang, Zecken mit Zangen (vom Tierarzt oder aus der Apotheke) nach Anleitung entfernen, Sie brauchen die Zecke dabei in keine bestimmte Richtung herausdrehen (Zecken haben kein Gewinde). 

  • Bitte kein Öl benutzen, da die Zecken sich wegen Luftmangel in die Wunde "erbrechen"! 
    Hund vor dem Frühjahr impfen lassen, hierzu fragen Sie am besten Ihre(n) Tierärztin/Tierarzt um Rat.

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Giardiose

Ein Bericht von SOS animal mallorca, 
www.sos-animal.com

Jeder Hunde- oder Katzenbesitzer kennt die Bedeutung von Darmparasiten und führt in regelmäßigen Abständen eine Entwurmungsbehandlung durch. Die geeignete Wurmkur befreit die Tiere von den Band-, Spul- und Hakenwürmern. Diese Behandlungen sind wichtig - gehören doch die Erkrankungen an Darmparasiten zu den Zoonosen, den von Tieren auf den Menschen übertragbaren erregerbedingten Krankheiten.

Bei dieser Entwurmung wird aber meist ein Darmparasit vergessen, der besonders im Süden Europas häufig vorkommt. Es handelt sich hierbei um Giardien, kleine Flagelaten (einzellige Geiseltierchen). Die Infektion kann bei jedem Spaziergang durch orale Aufnahme von Zysten die sich im Kot fremder Hunde befinden erfolgen. Diese Giardiazysten sind sehr resistent, sie überleben Monate bei Kälte und Feuchtigkeit, selbst chloriertes Trinkwasser überstehen. Nach der oralen Aufnahme haften sich an der Darmschleimhauft fest und schädigen die Enzymaktivität und damit die Nahrungsresorption. Sie vermehren sich durch Längsteilung und können ihre Zahl innerhalb von wenigen Stunden verdoppeln

Die Giardiose, die Erkrankungen durch den Befall von Giardien, gilt als die häufigste Darmparasitose in den westlichen Industrieländern. Während man bei einer optimalen, hygienischen Tierhaltung in Deutschland von einem Befall von ca 10% aller Hunde und Katzen ausgeht, ist die Infektionsrate bei gleich günstigen Bedingung im Süden erheblich höher. Bei Tieren die aus Tierheimen oder den staatlichen Tierauffangstationen stammen muß sogar von einer Infektionsrate von nahezu 100% ausgegangen werden.
Bei ausgewachsenen, gesunden Tieren bleibt der Befall meist symptomfrei. Das Tier ist aber permanenter Ausscheider und damit Infektionsquelle für Mensch und Tier. Bei starkem Befall und besonders bei Welpen und Junghunden treten Beschwerden wie andauernder, meist hell pastösem Durchfall, oft mit schleimigen Beimengungen auf. In der besonders starken Form können auch blutige Kotbeimengungen und Erbrechen auftreten. Chronische Fälle zeichnen sich durch Abmagerung und struppiges Fell aus.
Meistens sind es jedoch wiederkehrende Durchfallschübe mit Schleimbestandteilen die dem aufmerksamen Tierbesitzer auffallen. Durch die gestörte Fettverdauung ist der Kot meist hellbraun gefärbt

Laut einer Studie der WHO gilt die Giardiose als der häufigste Darmparasit des Menschen. Allerdings wurde in dieser Studie keine Übertragung von dem Hund auf den Menschen nachgewiesen. Die einzig sichergestellte Infektion erfolgte im umgekehrten Fall, also von dem Menschen auf den Hund. Trotzdem muß man von dem Hund und der Katze als Infektionsquelle ausgehen Wie bei den Tieren gilt auch für den Menschen, daß erwachsene Menschen bei vorliegenden Giardieninfektion keine Beschwerden zeigen, während die Giardiose bei Kindern zu schweren Durchfallerkrankungen führen kann. In den Entwicklungsländern erfolgt die Infektion häufig durch verunreinigtes Trinkwasser

Sind bei Hund oder die Katze die genannten Symptome zu beobachten, sollte eine möglichst frischen Kotprobe auf Vorkommen dieser Parasiten untersucht werden. Diese Kotuntersuchung kann von jedem Tierarzt durchgeführt werden. Wenn Giardien im Kot nachgewiesen werden konnten, werden diese mit einer medikamentellen Therapie über mehrere Tage eliminiert. In schweren Fällen sollten durch begleitende Behandlungen der Flüssigkeits- und Mineralienverlust kompensiert werden. Bei Tieren aus Tierheimen wie jedem Neuzugang sollte darauf geachtet werden, daß die Behandlung auf Endoparasiten eben diese Giardien mit bekämpfen. Bei Haltung von Hunden in Zwingern ist auf größtmögliche Hygiene und regelmäßiger Desinfektion zu geachtet.

Hier auf Mallorca sollte auch bei gesunden, symptomfreien Tieren bei der im Regelfall zweimal im Jahr durchgeführten Wurmkur mindesten einmal auf eine Therapie zurückgegriffen werden die diese Parasiten ebenfalls abdeckt.

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Virale Infektionskrankheiten

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Staupe

 

 

Muskulatur & Sehen durch die Krankheit geschwächt, Kopfschiefhalten und Ataxie sind Folgen der nervösen Form 

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canine Parvovirose 

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Fressunlust ist das erste Warnzeichen bei kleinen Welpen. Dauertropf und frühzeitige 

Medikamentengabe können lebensrettend sein. 

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„Zwingerhusten"

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Tollwut

Ein Bericht von Margrit Boelhauve, Recklinghausen, 
Cairn Terrier Zwinger Opportune Mate´s (VDH/KfT)

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Die Tollwut gehört zu den am längsten bekannten Infektionskrankheiten. Diese wird schon 2.300 v. Chr. erstmals erwähnt. 1804 wurde erstmals die Infektiosität des Speichels nachgewiesen, erst ab 1885 konnte Pasteur eine Schutzimpfung entwickeln. Von der Tollwut können alle Säugetiere befallen werden, aber auch Fledermäuse. Es sterben auch Menschen (auch ein Säugetier) an Tollwut, dies ist in den letzten Jahrzehnten in den Industrieländern deutlich zurück gegangen, aber vor allem in ärmeren Ländern sterben auch heute noch Menschen an der Tollwut. Früher war der Überträger vor allem der Hund, heute wird fast nur durch infizierte Füchse (Rotfüchse) und andere wildlebende Tiere in Deutschland das Virus übertragen. Tierkadaver können bis zu 90 Tagen das Virus beherbergen. In der freien Umwelt ist es aber meist nach wenigen Tagen zerstört. Tollwut ist eine weltweit vorkommende Zoonose (Erkrankung bei Mensch und Tier möglich). Die Übertragung erfolgt durch infizierte Tiere (Menschen) mittels Biß mit hoch infiziertem (virushaltigem) Speichel, der mit in die Wunde gelangt oder durch infizierte Tiersekrete, aber auch durch Kratzen und Lecken ist eine Übertragung möglich. Eine Ansteckung des Menschen ist auch vor einem sichtbaren Ausbruch beim Tier möglich. Das Virus lagert sich vor allem an Nervenzellen und -bahnen an und gelangt so ins Zentrale Nervensystem (ZNS), dabei vermehrt es sich ständig. Bei einem Biß ins Gesicht kann das Virus sehr schnell ins Gehirn gelangen, da für die Zeitspanne zwischen Infektion und Ausbruch der Tollwut die Entfernung vom ZNS wichtig ist, d.h. bei einem Biß ins Hinterbein dauert es länger, als bei einem Biß ins Gesicht. Als erstes klinisches Zeichen ist nach ca. drei Wochen bis drei Monaten eine Rötung um die Bißstelle sichtbar. Allgemeine und spezifische Beschwerden treten auf, wie z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Gefolgt von Unruhe, Muskelspasmen und Krämpfen bis zum Herzstillstand. Und da das Großhirn nicht infiziert wird, erfolgen die Krämpfe bei vollem Bewußtsein! Kurz vor dem Tod ist die Angst, Wasser zu trinken (Hydrophobie), aber auch Angst vor Licht erkennbar. Die klinische Phase dauert beim Menschen 2-6 Tage. Jede Tollwutinfektion in dieser Phase ist tödlich!  Es werden bei der Tollwut drei Phasen unterschieden. Als erste Phase gilt das Prodomalstadium, in dem meist übersehbare Änderungen des Verhaltens auftreten. Wildtiere zeigen keine Scheu vor Menschen mehr oder Tiere verkriechen sich. In dieser Phase können schon Überproduktion von Speichel und Schluckbeschwerden auftreten. Diese Phase dauert wenige Stunden bis zu vier Tagen. Die zweite Phase ist die Exzitationsphase. Hier treten die "typischen" Tollwutsymptome wie Aggressivität mit Beißsucht ohne erkennbare Ursache, Übererregung, Unruhe ("Rasende Wut") auf. Kann bis zu vier Tagen dauern. Die letzte Phase ist das Paralysestadium. Dies ist durch Lähmungen gekennzeichnet. Kehlkopflähmungen lassen die Stimme heiser erscheinen und das Gesicht bekommt einen "verschlagenen" Ausdruck. Tod tritt nach 3-4 Tagen ein. Beim Hund kann aber auch die "stille" Wut vorkommen, bei der das Erregungsstadium fehlt und nur Lähmungserscheinungen sichtbar sind. Diese Erscheinungen können auch durch andere Ursachen bedingt sein, es muß nicht immer Tollwut sein. Um einer möglichen Infektion zu entgehen, sollte man Kontakt mit toten Tieren oder verdächtigen Tieren meiden. Nach einem Biß sollte man selber einen Arzt aufsuchen und Wunde reinigen lassen, wenn möglich das beißende Tier einfangen oder töten. Es darf bei Verdacht auf Tollwut für zwölf Monate kein Blut gespendet werden (!). Bei Verdacht auf Tollwut ist beim Menschen eine Impfung nach dem Biß noch möglich und auch notwendig. Bei Personen mit hohem Risiko, wie Tierärzten, Jägern, Laborpersonal wird eine Impfung empfohlen. Beim Tier ist jeder Heilversuch verboten! Verdächtige Tiere müssen eingeschläfert werden! Deshalb, impfen sie Ihren Hund jährlich gegen die Tollwut, auch den alten Hund, bei dem gerne die Impfung als unnötig erachtet wird (Man hat ja schon in der Jugend geimpft). Dies ist allerdings Quatsch, da auch der alte Hund an Tollwut erkranken kann, wenn kein Impfschutz mehr besteht.

 

Vorbeugend kann aber Folgendes beachtet werden:
- Lassen Sie ihren Hund impfen jedes Jahr.
- Keine Wildtiere anfassen, vor allem, wenn sie ohne ersichtlichen 
  Grund zahm erscheinen.
- Bißwunden desinfizieren lassen
- Wenn Biß von einem Hund, Impfausweis des Hundes vom 
  Besitzers verlangen, bei nicht geimpftem Hund muß das Tier 
  zur Beobachtung! 

Tollwut kann auch bei anderen Tierarten vorkommen:
Bei der Katze dominiert die rasende Wut, diese ist sichtbar an den gleichen Symptomen wie beim Hund. Beim Reh ist ein sicheres Anzeichen für Tollwut der Angriff auf Menschen (untypisches Verhalten), aber auch Anrennen gegen Bäume kommt vor. Lähmungserscheinungen sind häufig sichtbar. Bei Wildtieren allgemein ist eine gesteigerte Aggressivität und erhöhter Speichelfluß sichtbar, Füchse sind meist in bewohnten Gegenden auffindbar und beißwütig. Füchse werden heute mit Köder, in denen Impfstoff enthalten ist, immunisiert. Diese werden im Wald ausgelegt oder abgeworfen, die Impfbezirke sind durch Schilder für Spaziergänger gekennzeichnet. 

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feline Toxoplasmose

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Ein Bericht des Institut für Vgl. Tropenmedizin und Parasitologie der LMU München  

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Ein herzliches Dankeschön an Herrn Dr. Wieland Beck, LMU München, der uns dieses Informationsmaterial zur Verfügung gestellt hat.

Die Toxoplasmose ist eine Erkrankung, die durch einen einzelligen Parasiten namens Toxoplasma gondii hervorgerufen wird. Dieser Erreger ist sowohl beim Hund, als auch bei der Katze häufig anzutreffen. Während der Hund nur einer von zahlreichen Zwischenwirten ist, stellt die Katze unter den Haustieren den einzigen Endwirt dar. Katzen infizieren sich in der Regel durch Aufnahme von zystenhaltigem Fleisch. Als Hauptansteckungs- quelle kommt hierbei rohes Schweine-, Schaf- oder Ziegenfleisch in Betracht. Rindfleisch ist erfahrungsgemäß frei von Toxoplasma- Zysten. Freilaufende Katzen können die Infektion auch über Mäuse oder andere Schadnager erwerben. Untersuchungen haben gezeigt, daß wildlebende Nager in stadtnahen Wäldern und auf Gehöften nicht selten mit Toxoplasmose gondii befallen sind. Im Dünndarm der Katze werden die Parasiten frei und dringen in die Darmzellen ein. Von hieraus durchläuft der Erreger mehrere Entwicklungsstadien. Ab dem 3. Tag nach der Infektion bildet Toxoplasma gondii Oozysten, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Nach etwa 2 bis 4 Tagen in der Außenwelt sind diese herangereift und ab diesem Zeitpunkt erst kann sich der Mensch infizieren. Dies ist z. B. der Fall, wenn die Katzentoilette längere Zeit nicht ordentlich entleert oder gesäubert wurde. Die Katze scheidet nach einer Infektion nur ungefähr eine Woche lang Oozysten aus. Studien haben gezeigt, daß in zirka 1 % von Katzenkotproben Toxoplasma-Oozysten zu finden waren, obwohl bei über 50 % der Katzen eine Infektion mit diesem Parasiten stattgefunden hat. Demnach kann das Risiko einer Ansteckung des Menschen als relativ gering eingeschätzt werden. 

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Toxoplasmose und Schwangerschaft:

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Sollte sich ein Katzenbesitzer mit Toxoplasmose gondii anstecken, treten in der Regel überhaupt keine Symptome auf. Die Infektion verläuft beim Menschen meist harmlos und wird nicht bemerkt. Nur ausnahmsweise kann auch eine grippeähnliche Symptomatik zum Teil mit Fieberschüben auftreten. Man kann davon ausgehen, daß über die Hälfte aller Bürger Europas bereits eine Toxoplasma-Infektion durchgemacht haben, was anhand von Antikörpern gegen den Erreger im Blut nachweisbar ist. Gesundheitliche Gefahren gehen von einer Toxoplasmose jedoch dann aus, wenn sich eine Frau während ihrer Schwangerschaft erstmalig infiziert hat, da es in diesem Fall zu erheblichen pathologischen Veränderungen des Ungeborenen kommen kann. 

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Ansteckungsquellen des Menschen:

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Die meisten Menschen infizieren sich mit Toxoplasmose-Erregern durch den Verzehr von zystenhaltigem Fleisch; gemeint ist insbesondere rohes bzw. nicht vollständig durchgegahrtes Schweine-, Schaf- oder Ziegenfleisch. Tatar vom Ring enthält dagegen so gut wie keine Toxoplasmen. Grundsätzlich hat unter den Haustieren nur die Katze eine Bedeutung bei der Übertragung dieser Parasitose. Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster usw, können sich zwar mit Toxoplasma gondii infizieren, eine Ansteckung durch Berührung mit ihnen ist aber nicht möglich. Bei Kontakt mit Katzenkot dagegen, z. B. im Reinigen der Katzentoilette, kann es unter Umständen zu einer Schmierinfektion kommen. Da die Entwicklungsstadien auch in der Außenwelt überlebensfähig sind, kann gelegentlich auch eine Aufnahme von Oozysten bei der Gartenarbeit erfolgen. Im Boden können sie länger als ein Jahr infektiös bleiben. Bekanntermaßen vergraben Katzen ihren Kot in lockerer Erde oder im Sand. Deshalb kann manchmal auch ungewaschenes Obst und Gemüse aus dem Garten mit Toxoplasmen verunreinigt sein. Somit ist eigentlich nicht primär der Umgang mit der Katze für Schwangere als Hauptansteckungsquelle gefährlich, sondern der Kontakt zu Katzenkot. 

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Schutzmaßnahmen vor Toxoplasmose:

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Grundsätzlich ist es nicht zwingend, Ihre Katze abzuschaffen oder sich über einen längeren Zeitraum von ihr fernzuhalten. Da die häufigsten Infektionsquellen im Genuß von rohem oder unzureichend erhitztem Fleisch besteht, sollte auf nicht genügend gegartes Fleisch verzichtet werden. Die Zysten bleiben im Fleisch unter Kühlschrankbedingungen (+5°C) drei Wochen lang lebensfähig. Beim Kochen und Braten werden alle Zysten abgetötet. Bei Gartenarbeiten oder beim Säubern der Katzentoilette können Oozysten an den Händen hängenbleiben und aufgenommen werden. Deshalb sollte die Reinigung der Katzentoilette täglich mit heißem Wasser (wenigstens 70 C) erfolgen, damit ausgeschiedene Parasitestadien gar nicht erst reifen und infektiös werden können. Empfehlenswert dabei ist die Benutzung von Haushaltshandschuhen und der Ausschluß Schwangerer von dieser Arbeit. Auch nach Gartenarbeiten sollte man sich stets gründlich die Hände waschen. Katzen dürfen nicht mit rohme Fleisch oder Schlachtabfällen von Schwein, Schaf oder Ziege gefüttert werden. Die ausschließliche Ernährung mit Dosenfutter ist bezüglich einer Toxoplasma-Infektion absolut ungefährlich. Die "Mäusefänger" unter den Katzen besitzen immer eine relativ hohe Ansteckungsrate. Durch die angesprochenen Vorsichtsmaßnahmen kann das Infektionsrisiko zwar nicht ausgeschlossen, aber immerhin drastisch reduziert werden. Übertriebene Ängstlichkeit ist nicht angebracht.

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Andere Erkrankungen

 

Hüftgelenksdysplasie (HD)  

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Ein Bericht von Dr. med. vet. Petra Sindern
http://www.tierarzt-neuwulmstorf.de.vu

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Was ist das?

Unter Hüftgelenksdysplasie oder "HD" versteht man eine Fehlbildung eines oder beider Hüftgelenke. Ein normales Hüftgelenk ist zweiteilig und besteht aus einer sogenannten "Pfanne" am Beckenknochen und dem Kopf des Oberschenkels der von der Pfanne umschlossen wird. Für den reibungslosen Lauf des Gelenkes sorgt die Gelenksflüssigkeit, die sich in einer Schutzhülle um das gesamte Gelenk, der "Gelenkkapsel", befindet.  Bei einer Fehlbildung, einer "Dysplasie", passen nun die Pfanne und der Kopf nicht richtig zusammen. Oft ist die Pfanne zu flach, so dass der Kopf aus der Pfanne herausrutschen und an den Gelenk-Enden scheuern kann. Manchmal ist aber auch der Kopf des Oberschenkels so missgebildet, dass er seinerseits in der eigentlich normalen Pfanne scheuert. Der Körper reagiert auf so einen "Scheuervorgang" an Knochen und Gelenkknorpel immer gleich: zunächst wird zur Reparatur weiterer Knorpel, später dann Knochen gebildet. Leider behindert dieses Reparaturgewebe, das man auch nennt, das Gelenk dann in seiner Funktion und damit in seinem normalen Lauf.  

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Wie stellt man "HD" fest? 

Die Krankheitsanzeichen variieren je nach Schwere der Missbildung. Junge Hunde, deren Becken zu flache Hüftpfannen haben, fallen auch dem ungeschulten Beobachter frühzeitig durch den wackeligen, schaukelnden Gang der Hinterhand auf. Manchmal kann man sogar sehen, wie der Oberschenkelkopf sich beim Laufen aus der Pfanne ausrenkt. Alle nicht ganz so gravierenden Missbildungen kann man nur durch eine Röntgenaufnahme entlarven. Bei einer solchen Untersuchung wird das Tier in Rückenlage verbracht und seine Beine werden nach hinten langgezogen und nach innen gedreht. Da auch ein hüftgesunder Hund sich das Langziehen nicht ohne Gegenwehr gefallen lässt, ist (fast) immer eine Kurzzeitnarkose nötig. Bestimmte Rassehundverbände (wie z.B. Labrador, Rottweiler, Boxer, Schäferhund oder Dogge) schreiben eine Röntgenuntersuchung der Hüften zwingend vor, wenn das Tier zur Zucht eingesetzt werden soll.

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Bekommen nur Rassehunde "HD"? 

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Leider nicht! Zwar ist der Anteil der Rassehunde an den Hüftkranken besonders hoch, aber auch Mischlingshunde, vor allem die großwüchsigen, vererben die Krankheit weiter, denn sie ist versteckt im Erbgut vieler Hunde verankert. Deshalb sollten auch Mischlinge (weibliche wie männliche!) vor einem möglichen Zuchteinsatz geröngt werden. Übrigens bekommen auch Katzen gelegentlich Probleme mit HD, allerdings lange nicht so häufig wie Hunde. Ein weiterer wichtiger Risikofaktor für HD ist, neben der Vererblichkeit, jede Art von Übergewicht. Gerade junge Hunde sollten IMMER möglichst schlank und leicht sein, so drückt ihr Gewicht nicht auf die wachsenden Gelenke! Außerdem sollte das Welpenfutter auf keinen Fall wahllos mit Vitaminpulvern oder -tabletten oder gar mit "Futterkalk" angereichert werden.

Warum? Für eine gesunde Knochenetwicklung ist ein genau berechnetes und einzuhaltendes Verhältnis von bestimmten Mineralien, in erster Linie Kalzium und Fosfor, elementar wichtig. Dieses wird durch eine gutgemeinte Leckerli - Vitamin - Mineraltablette oder das "Super - Sonder - Wunder - Spezial - Pulver" aus der Futtermittelhandlung aber verändert. Ein schwerer Ernährungsfehler, der unter Umständen die Gesundheit Ihres Hundes gefährdet! Falls Sie unsicher sind, ob Ihr Hundefutter richtig zusammengesetzt ist - fragen Sie doch mal diejenigen, die das Fach "Tierernährung" studiert haben, Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt! 

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Ist "HD" schmerzhaft ? 

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Wenn Knochen auf Knochen scheuert, wird die empfindliche Knochenhaut gereizt. Jeder, der mal einen Schlag vor‘s Schienbein bekommen hat, weiß, wie weh so etwas tut. Hunde mit HD erleiden diese Schmerzen als Dauerzustand. Da sie aber "härter im Nehmen" sind als wir, merkt man nur an sehr geringen Verhaltensänderungen, dass Ihr Tier Schmerzen hat. 
 

  • Steht es langsamer auf als sonst?

  • Legt oder setzt es sich während des Spaziergangs öfter als früher hin?

  • Weicht es Ihnen aus, wenn Sie es im Hüftbereich streicheln oder bürsten wollen?

  • Knurrt Ihr Hund Sie vermehrt ohne für Sie ersichtlichen Grund an?

Dies alles können Anzeichen für Schmerz sein, das Tier sollte unbedingt untersucht werden.

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Was kann man tun, wenn ein Hund "HD" hat? 

Einen Hund mit HD darf man NICHT gleich einschläfern, denn es gibt fast immer wirksame Möglichkeiten, ihm zu helfen. Wichtig für die Wahl der richtigen Therapie ist der Zeitpunkt, zu dem die Krankheit diagnostiziert wurde. Bei jungen Hunden (6-16 Monate alt) mit nicht so schweren Fehlbildungen reicht oft eine Bewegungstherapie, verbunden mit einer Fütterungsumstellung und der Verabreichung bestimmter Muschelpräparate aus, um schwerere Schäden zu vermeiden oder zu vermindern (siehe hierzu auch bei Arthrosen). Im Frühstadium der mittleren bis schweren HD gibt es, wenn noch keine Arthrosen vorliegen, eine sehr wirksame Operationsmethode. Hierbei wird ein Keil aus dem Oberschenkel herausgesägt, so dass dann der Oberschenkelkopf wieder in die Pfanne paßt. Diese "ITO" Operation (nicht verwechseln mit einer künstlichen Hüfte!) führen in Deutschland nur zwei Tierkliniken durch, die Kliniken der Universitäten beherrschen diese schon vor über 10 Jahren in USA erfundene Technik leider immer noch nicht. Bei älteren Hunden, an deren Hüften sich schon Arthrosen gebildet haben, ist zunächst die Schmerztherapie das Wichtigste. Die zusätzliche Gabe von Muschelpräparaten wirkt neben der Schmerzstillung auch gelenksstabilisierend. Bis vor einigen Jahren hat man einigen Hunden mit schwerer HD lediglich einen kleinen Muskel im Innenschenkel durchgeschnitten, um eine Schmerzstillung zu erreichen. Diese zwar billige, aber in fast allen Fällen nutzlose Operation bringt, wenn überhaupt, nur Erfolg für einige Wochen bis Monate und wird daher von verantwortungsbewussten Tierärzten strikt abgelehnt.  Mehr Erfolg verspricht die selbe Operation in Kombination mit der sogenannten "Denervation" (s.u.), die als neue Technik (die so genannate "Pectineus - Neurektomie") gerade Erprobung findet. Nach Durchtrennung des verkrampften Muskels wird durch die Schmerzausschaltung (Nervenschnitt) ein lebenswertes Altwerden ermöglicht. Langzeitstudien über diese Methode liegen aber noch nicht vor. Ist die Arthrose der Hüften so schlimm, dass auch starke Schmerzmittel keine Wirkung mehr haben, braucht der Hundepatient eine neue, künstliche, Hüfte, die Hüftgeleks - Endoprothese. Sie besteht aus einer Pfanne aus Kunststoff, die in das Becken eingesetzt wird, und einem neuen Oberschenkelkopf nebst Hals aus Metall. Der alte, unbrauchbare Kopf wird abgesägt, der Oberschenkel aufgebohrt und der Metallschaft eingesetzt. Nach der Operation könnte der Hund zwar sofort wieder ohne Schmerzen laufen, die neue Hüfte muss aber erst in den Knochen einheilen. Deshalb ist ein Klinikaufenthalt mit strikter Käfigruhe von mindestens einer Woche unumgänglich. Eine Hüftimplantation ist mittlerweile Standard in vielen Tierkliniken und wird auch in allen Hochschulen mit sehr gutem Erfolg durchgeführt Seit Kurzem gibt es zwei weitere, neue, Therapieansätze. Der eine stammt aus der mehr ganzheitlichen, von der traditionellen chinesischen Medizin beeinflussten Tiermedizin: An den tiefen Akupunkturpunkten des betroffenen Gelenkes werden kleine Goldstückchen eingesetzt, die dann im Röntgenbild wie ein Sternenkranz aussehen. Einige Hunde laufen nach dieser "Goldakupunktur" wieder absolut schmerzfrei. Die zweite neue Methode heisst "Denervation". Hierbei wird die arthrotische Hüftpfanne einfach mitsamt ihrer Kapsel so weit ausgefräst, dass auch alle Nerven (die ja die Schmerzempfindung ausmachen) mit zerstört werden. Auch aussen am Gelenk werden alle Nerven gekappt. Das Tier hat nach der Operation immer noch schwere Arthrosen, das Gelenk funktioniert nach wie vor nicht richtig, aber es hat keine Schmerzen mehr. Noch ein Wort zum Schluss: Jeder Hund (männlich wie weiblich) von zweifelhafter Hüftgesundheit sollte, wegen der Vererbbarkeit der Krankheit, unbedingt an der Vermehrung gehindert werden. 

Fazit:

  • Hüftgelenksdysplasie wird vererbt

  • Sie tritt hauptsächlich bei großwüchsigen Hunderassen und deren Mischlingen auf

  • Die wichtigste Vorbeugung ist eine genau berechnete Ernährung, lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis beraten

  • Je früher sie erkannt wird, desto besser kann man gegensteuern, deshalb sollten große Hunde im Alter von einem Jahr geröngt werden.

  • Einen Hund mit "HD" darf man nicht einschläfern, denn es gibt wirksame Operations- und Behandlungsmethoden

Ein Erfahrungs-Bericht hierzu von Daniela L.:

Ginas Krankheit HD
Danni bemerkte es schon als ich noch klein war ....irgendwie "eierte" ich beim Laufen. Sie dachte, es sei vielleicht darauf zurückzuführen, dass ich als Welpe keine Bewegung hatte (davon habe ich ja schon unter "my story" berichtet). Auch wenn man mir die Pfoten an den Hinterbeinen nach einem langen Spaziergang saubermachen wollte, jaulte ich auf, sobald Danni mein Bein anhob. Ansonsten hatte ich aber keinerlei Schmerzen.... bis vor etwa einem Jahr. Nach dem Toben mit anderen Hunden oder nach besonders langen Streifzügen durch Felder und Wälder lag ich plötzlich danach nur noch herum - allerdings nicht nur durch die Müdigkeit, wie es ja normalerweise ist, sondern auch durch meine Schmerzen. Danni merkte es mir an, ich schaute dann immer ganz traurig und wenn sie mich zu sich herrief, kam ich nicht oder wenn, dann nur zögernd und sehr langsam. Eines Tages humpelte ich dann fast ständig.
Wir waren dann beim Tierarzt. Der gab mir eine doofe Schlafspritze, die mich einfach umgehauen hat ;o(( Naja, jedenfalls hat er mich während meiner "geistigen Umnachtung" offenbar geröngt. Die Diagnose hat Danni erstmal sehr traurig gemacht: Schwerste HD beidseitig mit Arthrosenbildung. HD kommt heutzutage bei vielen grösseren Hunderassen vor, der Schäferhund ist dafür aber "prädestiniert", weil man ihn bewusst mit "tiefer" Hüfte gezüchtet hat und so oftmals die Hüftgelenke nicht richtig in den Pfannen sitzen. Ich bekam Prednisolon H5-Tabletten, welche erstmal die akute Entzündung, die ich noch zusätzlich in den Gelenken hatte, lindern sollten. Es wurde dann auch besser, aber an meinen Schmerzen nach langer Bewegung änderte sich nichts. Da las Danni im "Yorkies Forum" von einer HD-Behandlung namens GOLDAKUPUNKTUR. Sie informierte sich darüber und erfuhr, dass es eine sehr schonende Behandlung ist und bei 90-95% der Hunde wirkt. Es werden Goldstückchen auf die Akupunkturpunkte in der Hüfte gesetzt, die ständig die schmerzhaften Stellen "behandeln", zudem fördert das Gold durch eine chemische Reaktion die Durchblutung des Gelenks und verhindert somit Arthrosen. Nachdem Danni das Ganze mehrmals mit meinem "Papa" Stephan durchgesprochen hatte, entschloss sie sich, diese Goldakupunktur(kurz auch GI) bei mir vornehmen zu lassen. Sie schaute auf der Seite www.goldakupunktur.de nochmal genau nach, wie das Ganze ablaufen solle und suchte dort auch den passenden Arzt für mich heraus. Dies war Dr. Schulze aus Kamen, der bisher weltweit die meisten Hüften behandelt hat. Am 06.04.01 also nix wie hin.... die ganze Prozedur war richtiggehend ein Klacks. Ich bekam etwas Schlafmittel, Dr. Schulze rasierte mir die GI-Stellen und plazierte mit einer dicken Nadel das Gold in meiner Hüfte. Bald schon wurde ich wieder wach und schon war die Sache geschafft. Ich war Hüfte Nummer 1114! Zum Behandlungserfolg:
Dr. Schulze sagte bereits, dass dies sehr unterschiedlich sei - manche Hunde (egal, wie schwer die HD und wie gross die Schmerzen vorher waren) rennen gleich danach drauf los wie junge Kitze, wiederum andere brauchen bis zu 3 Monaten, bis es anschlägt. Gute 2 Monate sind bei uns seither vergangen.

Naja, und folgendes hat sich ereignet: Beim Spielen und Toben bin ich deutlich ausgelassener und fröhlicher als früher. Ich mache wilde Bocksprünge und lege eine wirklich wundervolle Lebensfreude an den Tag. So war ich früher nie. Manchmal benehme ich mich da wirklich noch wie ein Welpe, weil es doch so schön ist, plötzlich rennen zu können ohne Schmerzen zu haben :-)) Die Schattenseite des Ganzen ist aber, dass ich immernoch nach dem Spielen und nach dem Rennen sehr grosse Schmerzen habe. Ich liege dann wie früher immernoch auf meinem Sessel und schaue ganz traurig und verzweifelt.
Danni gibt mir dann Tabletten, damit es mir zumindest ein bisschen besser geht. Aber schlimm ist es trotzdem noch.... 
Den Behandlungserfolg würden wir somit als "durchwachsen" bezeichnen, dies aber trotzdem eher im positiven als im negativen Sinne. Danni sagt, sie würde es immer wieder machen lassen. Alleine schon deshalb, weil ich dadurch wenigstens teilweise ein ganz normaler junger Hund sein kann (denn ich bin ja schliesslich erst 2 Jahre alt). Der Tierarzt hat Danni prophezeit, dass ich nicht sehr alt werden würde. Das will sie aber gaaarnicht hören und ich sowieso nicht. Momentan geht es mir jedenfalls noch gut - trotz der Schmerzen, die ich halt ab und an habe. Und wir glauben ganz fest daran, dass das noch ein ganzes Weilchen so bleibt! Denn zusammen sind wir stark!   Zum Erfahrungsaustausch bezüglich meiner Krankheit könnt ich euch gerne jederzeit bei Frauchen melden!  

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Magendrehung  (= Torsi ventriculi)

Recherchiert und zusammengetragen von M.Noack  

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(vereinfachte Darstellung der Problematik und möglicher Ursachen mit Tipps zur Vorbeugung und notwendigen Handlungen)

Vorab. : Die Magendrehung beim Hund verläuft, ohne tierärztliche Behandlung, innerhalb weniger Stunden absolut tödlich. Daher muss bei dem geringsten Verdacht umgehend geeignete medizinische Hilfe herangezogen werden.  

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Magendrehung, was ist das?

Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen des Hundes, in den meisten Fällen, im Uhrzeigersinn um die Speiseröhre. Durch den Verschluss des Magens (ganz oder teilweise) wird diese abgeklemmt und sein Inhalt kann weder durch erbrechen noch durch Weitertransport in Richtung Darm entweichen.
 

Welche Hunde sind betroffen?

Da die inneren Organe bei allen Hunden den gleichen Aufbau haben, erst einmal generell jeder, ob klein oder groß, ob Rassehund oder Mischling. Die Wahrscheinlichkeit davon betroffen zu werden wächst jedoch explizit mit der Größe des Hundes und der Tiefe seines Brustkorbes. Wahrend bei kleinen Hunden die Problematik verhältnismäßig wenig auftritt ist sie bei größeren Hunden ein nicht zu unterschätzendes Thema. Bei den sog. Riesenrassen ist sie ein Lebensbegleitendes  „Damokles Schwert“. In der Häufigkeit den ersten Platz nimmt hierbei die Deutsche Dogge ein. Nach einer Studie erkrankt in seinem Leben jeder Zweite Hund daran und jedes Vierte der betroffenen Tiere überlebt dieses nicht. Die absolute Wahrheit wird wahrscheinlich noch erschreckender Ausfallen, da hierbei nicht die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Hunde erfasst werden konnte. Auch das Alter des Hundes spielt eine Rolle. Während bei großen Hunden bis 45 KG Gewicht ein erhöhtes Auftreten ab dem 5. Lebensjahr zu verzeichnen ist fällt diese Altersgrenze bei Hunden über 45 KG auf 3 Jahre.  

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Was sind die häufigsten Anzeichen/Symptome für eine Magendrehung?

-der Magen bläht sich plötzlich auf
- große Unruhe durch starkes Schmerzempfinden
-erhöhter Speichelfluss
-starker Würgereiz
-erfolgloses Erbrechen
-ständige Zunahme des Bauchumfangs
-ein klopfen auf die Bauchwand erzeugt trommelartige Geräusche
-auftretende Atemnot  

- Im weiteren Verlauf kommt es zum Kreislaufversagen, der Hund wirkt sehr aphatisch und bewegt sich nicht mehr.  

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Was ist zu tun?

EINIGE WENIGE MINUTEN KÖNNEN ENTSCHEIDEND FÜR DAS ÜBERLEBEN DES HUNDES SEIN, DAHER GIBT ES NUR EINE OPTION. Beim kleinsten Anzeichen muss der Hund schnellstens zu einer tierärztlichen Praxis oder in eine Tierklinik gebracht werden. Auch wenn der Mensch sich nicht ganz sicher ist. Kein verantwortungsvoller Tierarzt wird böse sein, wenn sich der Anfangsverdacht nicht als Magendrehung herausstellt. Auch eine Tages oder Uhrzeit darf hierbei keine Rolle spielen!  

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Was wird beim Tierarzt getan?

Ohne bei diesem Punkt in die medizinische Tiefe zu gehen, da dies dann in der Verantwortung des behandelnden Arztes liegt, eine stark vereinfachte Erläuterung. In den meisten Fällen ist ein operativer Eingriff unumgänglich.  Als aller Erste muss der Hund stabilisiert werden. Das bedeutet, der innere Druck welcher den Magen aufbläht muss entfernt werden. Parallel  wird durch schnell laufende Infusionen eine Schocktherapie eingeleitet. Danach kann der stabilisierte Hund operiert werden. Hierbei wird der Magen geleert und, in den meisten Fällen, in seine ursprüngliche Lage zurückgeführt. 

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Was kann ich zur Verbeugung tun?

Es gibt einige Verhaltensregeln an die man sich halten sollte um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Völlig ausschließen kann man die Gefahr jedoch nicht, da es bei den Ursachen noch einige nicht vollständig erklärbaren Grauzonen gibt.

Von Vorteil ist jedoch

  • die Futterration des Tages auf mehrere Portionen aufteilen

  • nach dem Füttern Ruhezeiten einhalten, keine Anstrengungen, kein toben, kein Treppensteigen, keine Aufregung

  • Fütterung aus einem erhöht positionierten Futternapf zur Vermeidung des Luftschluckens
    Wahl der Art des Futters

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Art des Futters

Nach den Erkenntnissen einer Langzeitstudie in den USA wurde neben anderen Faktoren bei der Fütterung auch folgendes festgestellt. Das höchste Risiko an einer Magendrehung zu erkranken haben Hunde die ausschließlich mit Trockenfutter gefüttert werden. Dieses ist zudem um ein dreifaches höher, wenn nur eine Futtersorte verwendet wird. Bei der Zugabe von Dosenfutter verringert sich das Risiko um 28%, bei der Zugabe von Tischresten verringert sich das Risiko um 59%
 

 

 

Eklampsie (Puerperale Tetanie) bei kleinwüchsigen Hunderassen
Ein Bericht von  Wieland Beck, 

Institut für Vgl. Tropenmedizin und Parasitologie der LMU München  

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Bei der Eklampsie handelt es sich um eine peri- oder postpartale bzw. mit der Laktation in Verbindung stehende Reduzierung des Blutcalciumspiegels. Davon sind in erster Linie Hündinnen kleinwüchsiger Rassen mit großen Würfen betroffen, bei denen ein erhöhter Muskeltonus sowie tonisch-klonische Krämpfe in Erscheinung treten können. Diese akute regulatorische Stoffwechselstörung manifestiert sich in der Regel 2 bis 3 Wochen nach der Geburt.

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Das Krankheitsbild

Die aus der Humanmedizin aufgrund anfänglich vermuteter Ähnlichkeiten mit der echten Eklampsie der schwangeren Frau abgeleitete Bezeichnung trifft jedoch für das Krankheitsbild bei der Hündin nicht zu (WOLLRAB, 1993). Beim Hund werden vorwiegend tetanieähnliche Symptome ohne nennenswerte Bewußtseinstrübung beobachtet. Die Tiere zeigen eine Hypokalzämie mit Ca-Plasmakonzentrationen <1,7 mmol/l. In ihrer Studie mit 31 an Eklampsie erkrankten Hündinnen zeigten DROBATZ und CASEY (2000), daß hauptsächlich kleinwüchsige Rassen (Pudel, Pekinesen, Terrier, Teckel, etc.) betroffen sind. Sowohl bei reinrassigen Tieren als auch bei Mischlingen wird die puerperale Tetanie beobachtet. Dabei scheinen Hündinnen mit ausgeprägter Laktationsleistung, vielen kräftig säugenden, sich rasch entwickelnden Welpen besonders prädisponiert zu sein. Nach den Angaben in der Literatur entwickelt sich eine Eklampsie 2 bis 5 Wochen nach der Geburt, selten früher und nur ausnahmsweise um den Wurfzeitpunkt herum (BERCHTOLD, 1993). Im Patientengut von DROBATZ und CASEY (2000) manifestierte sich diese Stoffwechselstörung durchschnittlich 14 Tage nach dem Werfen (0 bis 42 Tage), bei einem Tier 7 Tage vor der Geburt. Entstehungsmechanismen und Pathogenese der Eklampsie sind noch nicht hinreichend geklärt. Wie WOLLRAB (1993) hervorhebt, kommt es bei der durch die vegetative Umstellung von der Trächtigkeit auf die Laktation adaptationslabilen Hündin zu einem plötzlichen funktionellen Versagen der neuroendokrinen Regulationsmechanismen. Demzufolge können der hohe Calciumverlust im letzten Trächtigkeitsdrittel und die forcierte Calciumabgabe mit der Kolostralmilch vorübergehend nicht mehr kompensiert werden. In der Folge des reduzierten Serumcalciumspiegels treten eklamptoide Anfälle auf. Das klinische Bild der puerperalen Tetanie ist zunächst durch Nervosität, Ängstlichkeit, verstörten Gesichtsausdruck, gelegentlich Hecheln, frequente Atmung und Muskelzittern charakterisiert. Wenig später stellt sich ein unsicherer Gang ein und die Extremitäten werden steif. Nach dem Einsetzen tonisch-klonischer Krämpfe, vermögen die Tiere nicht mehr alleine zu stehen. Sie fallen um und können sich nicht mehr erheben. Nacken und Gliedmaßen sind maximal gestreckt. Nicht selten werden auch Krämpfe der Kaumuskulatur, vermehrtes Speicheln sowie eine erhöhte Körpertemperatur (>41°C) beobachtet. Die Hypokalzämie kann neben den neuromuskulären Störungen u.U. auch kardiovaskuläre Begleiterscheinungen auslösen. Im EKG kann das Q-T Intervall verlängert sein. Während eines Anfalls tritt Hecheln und erhöhter Herschlag auf. Zwischen den Krampfanfällen beruhigen sich die Tiere scheinbar, wobei aber die Muskulatur spastisch kontrahiert bleibt. In verschieden langen Intervallen wiederholen sich die tonisch-klonischen Krämpfe oft stundenlang und führen zur raschen Erschöpfung. Das Bewußtsein bleibt weitgehend erhalten. Zur Wiederherstellung des physiologischen Calciumhaushaltes sind Calciuminfusionen erforderlich. Da es hierbei u.U. zu einem akuten Herz-Kreislaufversagen kommen kann ist dazu unbedingt ein Tierarzt zu konsultieren, der die notwendigen Behandlungsmaßnahmen unter EKG-Kontrolle einleitet. Auch ist zunächst das Absetzen der Welpen für mindestens 24 Stunden zu empfehlen. Dies muß jedoch individuell durch den Veterinär festgelegt werden. Manchmal kann sich die Erkrankung in nachfolgenden Laktationsperioden wiederholen. Die Tetanieanfälligkeit nimmt jedoch erfahrungsgemäß mit zunehmendem Alter bis etwa zum 6. Lebensjahr ab. Das Krankheitsbild ist bei Einfrüchtigkeit unbekannt und bei über 6jährigen Hündinnen extrem selten. Eklampsien bereits vor der Geburt sind ungünstiger einzuschätzen, da eine erhöhte Kollapsgefahr besteht. Entscheidend ist in derartigen Fällen, die Geburt zügig, ggf. durch Schnittentbindung, zu beenden (WHEELER, MAGNE und KAUFMANN, 1984; WOLLRAB, 1993). Eklampsien nach der Geburt sind bei frühzeitiger und gezielter Therapie prognostisch günstig zu beurteilen. Eine sichere Prophylaxe der puerperalen Hypokalzämie ist nicht bekannt. Zur Vorbeugung können Calciumsalze und Vitamin D3 beitragen, die ab der frühen Trächtigkeitsphase bis zum Absetzen der Welpen kontinuierlich zugefüttert werden müssen.

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Literatur

ARNOLD, S. (1994): Puerperale Tetanie. In: SUTER, P.F. (Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik. 8. Aufl., Blackwell, Berlin, 651.
BERCHTOLD, M. (1993): Puerperale Tetanie. In: FREUDIGER, U., E.-G. GRÜNBAUM, und E. SCHIMKE (Hrsg.): Klinik der Hundekrankheiten. 2. Aufl., Fischer, Stuttgart, 659.
DROBATZ, K.J., und K.K. CASEY (2000): Eclampsia in dogs: 31 cases (1995-1998). J. of the Am. Vet. Med. Association 217: 216-219.
WHEELER, S.L., M.L. MAGNE, und J. KAUFMANN (1984): Postpartum disorders in the bitch. Compend.
Contin. Educ. Pract. Vet. 6: 493-504.
WOLLRAB, J. (1993): Eklampsie (puerperale Tetanie). In: BUSCH, W., und J. SCHULZ (Hrsg.): Geburtshilfe bei Haustieren. Fischer, Jena, Stuttgart, 617-620.

 

 

 

 

Krankheitsprophylaxe

 

Impfungen

Entwurmungen

Floh- / Zeckenbehandlungen (folgt)

Leishmaniose-Verlaufskontrolle (folgt)  

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Impfungen  

 

Immer wieder kommt die Frage: „Ja muss das denn sein…?“

 

Ganz klare Antwort: „Nein! Muss es nicht! Sie können auch „russisches Roulette“ spielen, und abwarten welche der schweren Infektionskrankheiten ihrem Hund heimsucht, wenn er das unwahrscheinliche Glück hat, diese zu überleben, ist der erst einmal eine Weile ausreichend mit Antikörpern gegen diese Krankheit versorgt.“

 

Worauf ich hinaus will ist klar: Vorsorge ist schon immer die beste Medizin gewesen. Die Impfmüdigkeit in Deutschland, die nicht nur in der Humanmedizin, sondern auch in der Tiermedizin gerade auf dem Vormarsch ist, resultiert aus einer klaren Verkennung der Gefahren der viralen Infektionskrankheiten.

 

Warum? Weil – durch jahrelanges regelmäßiges Impfen – die früher häufigen Krankheiten wie Staupe oder Parvo nicht mehr so oft vorkommen – und die Gefahr, die man nicht selbst kennengelernt hat, die wird leicht unterschätzt. Es ist bei weitem nicht so, dass diverse Krankheiten ausgerottet sind – weder im Ausland noch in Deutschland – es gibt etliche Neuinfektionen, auch in Deutschland. Und sie sind wieder auf dem Vormarsch – wegen der Nachlässigkeit der Tierbesitzer was Impfungen angeht.

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Keine Chance – Ihr Todesurteil hieß „Staupe“ – an flächendeckende Impfungen ist in der Türkei, wie in 

vielen anderen Ländern auch, nicht zu denken. Die Welpensterblichkeit beträgt daher mehr als 50%.

 

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Was ist also eine Impfung?

Ganz kurz erklärt: das Tier bekommt entweder fertige Antikörper (passive Immunisierung) oder abgetötete Erreger, die die körpereigene Antikörper-Produktion anregen (aktive Immunisierung) injiziert. Befällt den Hund dann ein Virus, kann das Immunsystem blitzschnell reagieren, da die nötigen Antikörper bereits im Organismus vorhanden sind.

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Wie sicher ist der Impfschutz?

Das kommt auf die Erreger an, z.B. eine Tollwut-Impfung ist zu 99,9% sicher, da die Errger sich nicht verändern, eine Impfung gegen Influenza-Viren schützt beispielsweise nicht immer so gut, da die Viren einer raschen Veränderung unterliegen. Was klar ist: EIN Impfschutz schütz mehr als KEIN Impfuschutz!  

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Gegen was muss mein Hund geimpft werden?

In der „Miximpfung“ wird gegen die Krankheiten Staupe, canine Parvovirose, Hepatitis canis, Leptospirose und Parainfluenza (Erreger des Zwingerhustens) geimpft. Dazu kommt die Tollwutimpfung, die  - als einzige Impfung – bei jedem Grenzübertritt vorgewiesen werden muss. Sie darf nicht älter als 1 Jahr und mindestens 4 Wochen alt sein. (Bei der Einreise nach GB oder der Wiedereinreise nach Deutschland aus einem nicht-EU-Staat gelten abweichende Reglungen). Eine gültige Tollwutimpfung muss auch nachgewiesen werden, wenn der Hund Kontakt mit einem Tollwut-infizierten Wildtier hatte – ansonsten wird er vom amtsveterinär eingezogen und wegen Seuchengefahr getötet. Sie haben hiergegen KEINE rechtliche Handhabe – der einzige Schutz ist eine gültige Impfung! Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass je nach Herstellerangaben eine Tollwutimpfung länger als ein Jahr Gültigkeit hat – dies wird auch offiziell anerkannt, jedoch sind die Angaben schwankend, so dass man nur mit einer jährlichen Impfung auf der sicheren Seite steht. Eine zusätzliche Impfprophylaxe gibt es zwischenzeitlich gegen Borreliose – Hunde, die in betroffenen Gebieten leben ist dies zu empfehlen.

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Wie oft muss der Hund geimpft werden?

Am Anfang der Impfung steht eine Grundimmunisierung, die aus 2, im Abstand von 4-6 Wochen erfolgenden Miximpfungen besteht, mit der Borrelioseimpfung verhält es sich genauso. Das Mindestalter beträgt ca. 8 Wochen. Die Tollwutimpfung wird nur einmalig geimpft, Mindestalter ca. 12 Wochen. Alle Impfungen werden anschließend einmal jährlich aufgefrischt, also nachgeimpft. Hat man Welpen im Alter von ca. 4-6 Wochen, so gibt es die zusätzliche Möglichkeit einer „Puppy-Impfung“ das ist ein passiver Impfschutz gegen Parvovirose, um die „immunologische Lücke“ (die Zeitspanne zwischen dem Abbau der mütterlichen Antikörper und dem Aufbau der eigenen) abzudecken. Auf die spätere Grundimmunisierung hat diese Impfung keinerlei Einfluss – ein Hund der nie eine Puppy-Impfung hatte als Welpe, aber eine Grundimmunisierung hat den kompletten Impfschutz.

 

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Was bedeuten die Abkürzungen im Impfpaß?

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S oder D oder M = Staupe (= Distemper, bzw. spanisch: Molliquo)
P oder CPV = Parvovirose (= caniner Parvo-virus)  
H          =  Hepatitis
Pi         = Parainfluenza
A oder A2 = Parainfluenza-2  
L          =  Leptospirose
T oder R =    Tollwut (= Rabies)

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Der blaue Heimtierausweis ist das einzig gültige Impfdokument innerhalb der EU seit Oktober 2004, und wird für jeden Grenzübertritt benötigt. Er wird immer im Herkunftsland des Tieres ausgestellt und besitzt auch bei Umzug ein Leben lang Gültigkeit.  

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Entwurmung

 

Regelmäßige Behandlungen gegen Darmparasiten (Würmer) gehören zu jeder verantwortungsbewussten Hundehaltung. Viele Tierbesitzer sind der Meinung, dass eine Wurmkur vor Wurmbefall schützt – dies ist jedoch nicht so, es werden lediglich die vorhandenen Parasiten abgetötet, und abschließend ausgeschieden – es besteht jedoch kein Schutz vor einer Neuinfektion – diese kann jederzeit erfolgen, auch wenn die Entwurmung erst kurz zurückliegt. Daher ist es wichtig, regelmäßig, und mit Bedacht auf den Aufenthaltsort des Hundes zu Entwurmen – bei hohem Infektionsdruck (z.B. Tierheim, Tierpension) ist dies häufiger notwendig, als im privaten Umfeld. Grundsätzlich gilt jedoch: praktisch überall besteht ein Infektionsrisiko – die meisten Würmer gelangen durch Aufnahme der Eier oder Larven in den Hund (Kot, Mäuse, Aas, „Dreck“), manche Arten werden über andere Parasiten, z.B. Flöhe übertragen. Würmer werden auch auf dem Menschen übertragen – auch wenn dieser ein Fehlwirt ist, sprich vom Wurm ist er nicht als eigentliches „Ziel“ vorgesehen, lösen Würmer schwere Erkrankungen der inneren Organe aus. Egal ob Hund oder Mensch (Katzen, Pferd,…) bei lang bestehender Verwurmung entstehen irreperable gesundheitliche Schäden!

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Gegen welche „Würmer wird behandelt?    

Die am häufigsten vorkommenden Parasiten sind Band-,  Spul-, Haken- und Peitschenwürmer. Alle werden über die Nahrung aufgenommen, und sind kaum zu verhindern. Der Gurkenkernbandwurm wird über Flöhe aufgenommen – Hunde mit massivem Flohbefall müssen daher stets neben einer Flohbehandlung auch einer Wurmkur unterzogen werden.

Herz- und Fadenwürmer werden über Moskitos übertragen, häufig in Südeuropa.

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Wie oft muss entwurmt werden?

Die meisten Wurmmittel wirken nur auf die adulten Stadien, Larven werden nicht getötet – insofern ist bei starker Vermutung eine Wiederholung in kürzeren Abständen nötig.

I.d.R. ist für einen normal gehaltenen Hund 3-4 mal jährlich eine Entwurmung angeraten.

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Welche Wurmmittel gibt es?

Wurmmittel basieren auf verschiedenen Wirkstoffen, ein bekannter davon ist Fenbendazol. Er wirkt gegen Spul- Peitschen- und Hakenwürmer, eingeschränkt auch gegen bestimmte Bandwurmarten. Eine Besonderheit ist, dass Fenbendazol auch gegen Giardien wirkt. Fenbendazol-Präperate werden i.d.R. an drei hintereinander folgenden Tagen verabreicht. Pyrantel ist weiterer bekannter Wirkstoff, er ist jedoch nicht gegen Bandwürmer. Praziquantel ist ein gegen Wirkstoff, der gegen alle Wurmartel, auch Bandwürmer hilft. Die meisten Wurmmittel kombinieren verschiedene Wirkstoffe, um so eine besser Abdeckung zu erreichen - es gibt daher sehr viele verschiedene Medikamente auf dem Markt, im Einzelfall sollte man sich von seinem Tierarzt beraten lassen.  Es empfiehlt sich auch, nicht immer die gleichen Präparate zu verwenden!

 

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